Es ist klirrend kalt draußen, wohl so um die minus 10°C, an Fischen ist nicht zu denken, obwohl ich mir das für Anfang März dieses Jahr fest vorgenommen hatte. Also rufe ich Peter Veitengruber, den Betreiber von Monstertackle.de an und mache für heute den schon lange geplanten Termin zur Firmenbesichtigung klar. Kurz überlegt, Laptop und Kamera eingepackt, bin ich auch schon auf der Straße ab nach Kassel um noch meinen Freund Werner aufzunehmen. Gegen 10.30Uhr stehen wir vor dem Gebäude der ehemaligen Satndortverwaltung der Bundeswehr in Fritzlar. Nach Peters Beschreibung ist es gut zu finden, Parkplätze gibt es in Hülle und Fülle. Dieses Gebäude hat aber vor allem den Vorteil, dass es bezahlbaren Raum bietet, ein nicht zu unterschätzender Vorteil, gerade für Unternehmensstarter, bei Bedarf kann sofort großzügig erweitert werden. OK, wir müssen bis in den zweiten Stock, aber das ist für den Postbooten ein sicher beschwerlicherer Weg – und der kommt sehr oft.

Wir werden mit großem Hallo von Peter und seinem Freund Stefan Gröger begrüßt, der Kaffee, den jeder andere Kunde auch angeboten bekommt, ist schon gekocht. Wie an fast jedem Morgen packen die zwei ganz eifrig die Pakete für den Versand und so kommen wir gerne erst einmal der Aufforderung nach, uns ein bisschen umzuschauen. So verschaffe ich mir zunächst einen Überblick über das angebotene Sortiment von Monstertackle und ich muss staunend anerkennen - eine gelungene Mischung aus hochklassigem Karpfen- und Wallertackle, sowie Kleinteile für den Allroundangler.
 

Sicher ist es nicht das megaaufgeräumte Ladenlokal, aber wo gibt es das schon. Eine Systematik ist klar erkennbar und man spürt sofort – hier wird gearbeitet. Auch sind die einzelnen Themen in klare Bereiche gegliedert und man findet sich schnell zurecht. Überall zwischen den Warenträgern und Rutenständern stehen Zelte, Stühle, Liegen, Rodpods, große Taschen und Rucksäcke. Die Baitsecke ist sozusagen als Raumteiler gestaltet und das Sonnenlicht flutet freundlich durch die großzügigen Fenster in jeden Winkel. So macht Stöbern wirklich Spaß. Unter anderem habe ich Waren der folgenden Firmen auf insgesamt 220qm, davon allein 170qm Ladenfläche, entdeckt:

FOX, Sänger (Berkley, Waller Kalle, Anaconda, Drennan), Ultimate (Sufix, Korda, Martin SB, Dynamite Baits), Nash, Cobra, Kryston, Zebco (Quantum, Browning), Daiwa, Shimano, Trakker, JRC, Delkim, Carp Sounder, Chub, Cygnet, Mosella (Pelzer), Leitner, Gigafish (geflochtene Schnüre, Wallervorfächer), Svendsen Sports (Prologic, Okuma, Ron Thompson, Scierra), Lowrance, Eagle, Relags (Outdoor-Lieferant für Peli, Coleman,....), Solar und Emerge.

Dann, eine gute Stunde später, ist es soweit, der Versand ist fertig gestellt und wir basteln uns eine Sitzrunde aus Carpchairs und beginnen mit dem Klönen.

Armin Klein:
Peter, erzähl uns ein bisschen von Dir.

Peter Veitengruber:
Nun, ich bin 32 Jahre alt und treibe mich bis dato seit etwa 21 Jahren am Wasser rum. Irgendwann hat mich ein Freund meines Großvaters mal mitgenommen und wie bei vielen Jungs in dem Alter, fand auch ich das spannend und bin dabei geblieben. Zunächst habe ich mich nur an Forellenteichen rumgetrieben, aber sehr schnell entwickelte ich eine besondere Vorliebe zum Zander. Mit 17 wechselte ich dann aber den Zielfisch von 0 auf 100 – der Karpfen. Ich fischte mit 3,60m Teleskopruten und mein erstes Rodpod war ein selbstgebautes aus Holz. Aber wie bei doch recht vielen Karpfenanglern gesellte sich dann vor etwa 8 Jahren auch noch der Wels in die Zielfischgruppe. Wer selbst einmal eine solches Ungetüm gedrillt hat, weiß, warum ich so denke. Fürs Karpfenfischen bevorzuge ich ganz klar die deutschen Gewässer, aber fürs Wallerangeln zieht es mich doch immer wieder an den Po nach Italien.

Armin Klein:
Wie bist Du auf die Idee gekommen, einen Tackleladen aufzumachen?

Peter Veitengruber:
Angeln ist nun schon so lange mein Hobby, und mein einziges obendrein, darüber hinaus komme ich beruflich aus dem Kaufmännischen. Als dann mein früherer Arbeitgeber in Insolvenz gehen musste, wollte ich einmal neu orientieren. Von einem Freund kannte ich den Handel mit Tackle schon ein bisschen, er verkaufte Kleinteile sozusagen als „Nebenbeigeschäft“. Warum sollte ich also meine kaufmännischen Fähigkeiten nicht mit meinem heiß geliebten Hobby verbinden? Die Idee war geboren und die Arbeit begann.

Armin Klein:
Stand das Sortiment von vorne herein fest? (Waller & Karpfen)

Peter Veitengruber:
Da diese beiden Zielfische nun mal auch meine eigenen sind, lag es nahe, mich auf diesen Bereich zu konzentrieren. Hier habe ich die Möglichkeit, nicht nur zu verkaufen, sondern auch nach bestem Wissen und Gewissen zu beraten. Darüber hinaus führe ich aber auch ganz gewollt ein kleines Randsortiment von etwa 15% für den Allroundangler. Ganz lässt sich das für ein Ladenlokal auch nicht trennen, was die Nachhaltigkeit dieser Geschäftstätigkeit auch ganz klar ausweist. Es gibt eine ganz große Anzahl von Karpfen- und Walleranglern, die auch Feedern, Stippen und Zandern und Hechten nachstellen. Und übrigens auch umgekehrt: Die Zahl der spezialisierten Karpfenangler wird auch immer größer.

Armin Klein:
Wo liegen die besonderen Schwierigkeiten beim Sortiment?

Peter Veitengruber:
Oft stellt die Nachbeschaffung gerade der gängigen Artikel eine besondere Schwierigkeit dar, Lieferfähigkeit meinerseits lässt sich in manchen Fällen dann nur durch hohe Lagerbestände realisieren. Das führt in der Konsequenz wiederum zu hohen Lagerkosten. Ganz anders bei den Futtermitteln: Durch den relativ schnellen Abverkauf der Mehle und Readybaits ( Martin SB, Pelzer, Dynamite, SBS, Black Label Baits) sind diese durchweg als frisch anzusehen. Droht wirklich mal etwas zu überlagern, dann spende ich diese Waren an Jugendliche oder deren Vereine. Je nach Jahreszeit führe ich aber auch noch Lebendköder wie Maden in verschiedenen Gebinden, Rotwürmern und Tauwürmern.

Armin Klein:
Was kam anders, als Du es Dir vorgestellt hast?

Peter Veitengruber:
Das zunächst angepeilte Sortiment, reiner Karpfen- und Wallershop, war nicht durchsetzbar, durch Anraten der Zulieferer habe ich das Sortiment auch auf Kleinteile anderer Angelarten (Feederfischen, Raubfisch, etc.) ausgeweitet. Die reine Geschäftentwicklung indes sehe ich als durchaus positiv, trotz eines schwierigen Starts und einem harten Markt. Der Kundenzuwachs war nach der Eröffnung erstaunlich gut, immer wieder stelle ich Kundenzufriedenheit durch gute Beratung fest, die Entwicklung geht hin zum Stammkunden, aber auch die Zahl der Laufkundschaft wächst.

Armin Klein:
Wo siehst Du Deine Stellung am Markt?

Peter Veitengruber:
Meine Stellung am Markt ist nicht klar abzugrenzen im Vergleich zu Händlern, die einen Onlineshop mit nur einer Angelart betreiben, da die Konstellation von Waller- und Karpfenshop relativ selten ist, der Name Monstertackle ist aber durchaus am Markt vertreten und stellt mittlerweile eine feste Größe dar. Es macht mich schon ein bisschen stolz, dann auch mal im Kreis der Großen genannt zu werden, aber bis dahin ist noch ein sehr weiter Weg.

Armin Klein:
Was ist mit Laufkundschaft?

Peter Veitengruber:
Fritzlar liegt am Rand des Nationalparks Kellerwald - Edersee und Parkplätze sind ausreichend vorhanden. Gepaart mit den unbegrenzten Angelmöglichkeiten direkt vor der Haustür und der Diversifizierung meines Sortiments, nimmt mit der Steigerung meines Bekanntheitsgrades die Anzahl der Laufkundschaft weiter zu. Auch ist zu erkennen, dass meine Kunden immer mehr bereit sind, weite Wege zurückzulegen, um einzukaufen.

Armin Klein:
Was hältst Du von so genannten Garagenfirmen ?

Peter Veitengruber:
Geiz ist geil, wird aber letztendlich dazu führen, dass kompetente Fachhändler vom Markt verschwinden werden! Wehe dem, der dann noch eine Beratung sucht und seine Gerätschaften vor dem Kauf testen bzw. in der Hand halten will...

Armin Klein:
Was ist wichtiger im Internethandel, Preis oder Vertrauenswürdigkeit?

Peter Veitengruber:
Primär ist der Preis entscheidend, hiermit gewinne ich meist die Neukunden, den Stammkunden aber letztendlich aus der Summe von Preis, Fachkompetenz und Zuverlässigkeit

Armin Klein:
Wer ist der typische Online-Kunde?

Peter Veitengruber:
Vorwiegend Kunden, die nicht die Möglichkeit zum Einkauf in einem umliegenden Angelladen haben. Aber auch Schnäppchenjäger, die sich oft durch die vielen Sonderangebote surfen! Früher haben wir uns ins Auto gesetzt und sind zu einem der fünf oder sechs Tackledealern in Deutschland gefahren und haben eingekauft. Heute gibt es ungleich mehr spezialisierte Händler und auch das Internet hat das Kaufverhalten maßgeblich mitgestaltet.

Armin Klein:
Du hast drei Wünsche frei. Was würdest Du Dir wünschen?

Peter Veitengruber:
1. Ich wünsche mir lange genug gesund zu sein, um mein Hobby und mein Geschäft mit der nötigen Intensität betreiben zu können
2. Das Geschäft soll meine monetäre Versorgung auf lange Sicht sicherstellen
3. Ich würde mir mehr Kameradschaft zwischen den einzelnen Anglern, egal welcher Art oder Zielfisch, wünschen.

Armin Klein:
Was hältst Du von den Messen?

Peter Veitengruber:
Bei einigen Karpfenanglern ist der Informationsbedarf recht hoch, somit kann für sie eine Messe als Informationsquelle genutzt werden. Für den Verbraucher gibt es gute Einkaufsmöglichkeiten, sowohl beim Tackle als auch bei Baits etc., darüber hinaus stellt jede Messe auch immer eine Art Meetingpoint dar, um Leute wieder zu treffen, zu quatschen, fachzusimpeln oder auch neue Bekanntschaften zu machen. Auch spannend finde ich, User aus Foren kennen zulernen, die man sonst nur aus dem Internet kennt.

Armin Klein:
Denkst Du über eine Hausmesse nach?

Peter Veitengruber:
Eine eigene Hausmesse ist in Planung, wahrscheinlich im nächsten Winter. Darüber aber später mehr.

Armin Klein:
Hat Dir die Bannerwerbung am Anfang geholfen?

Peter Veitengruber:
Um den Bekanntheitsgrad in der Anfangsphase zu erhöhen, war mir die Bannerwerbung sehr hilfreich. Die Anzahl der Klicks über dieses Medium waren nicht unerheblich.

Armin Klein:
Welche Werbemöglichkeiten gibt es darüber hinaus für Dich?

Peter Veitengruber:
Fachzeitschriften (CarpMirror, CarpConnect), Internetforen, Mund zu Mund Werbung, KFZ-Werbung, Bekleidung, Angebotswerbung bei Versand, letztendlich setzt sich aber Firmenkompetenz durch.

Armin Klein:
Du hast das große Glück, Stefan Gröger zu Deinen Freunden zählen zu können, worin lag der Nutzen für Dich?


Peter Veitengruber:
Er ist für den Aufbau des Onlineshops verantwortlich, hat die Internetseiten gestaltet und ist ein ständiger Berater bei meiner Sortimentsgestaltung, darüber hinaus Aushilfe im Ladengeschäft. Er ist überdies Mitgestalter von vielen schönen Stunden am Wasser und wenn es mir mal richtig stinkt, dann kann er gut zuhören. Danke!

Armin Klein:
Kann das Rad noch mal neu erfunden werden?

Peter Veitengruber:
Aus der jetzigen Sicht natürlich nicht! Es wird aber immer wieder Innovationen geben, die man natürlich im Auge behalten sollte. Aber meine Devise beim Karpfenfischen ist eher: Back to the roots!

Armin Klein:
Stimmt das Preisniveau auf dem Tacklemarkt?

Peter Veitengruber:
Betrachtet man die Preisspannen artikelübergreifend, dann meine ich nein. Sie weichen sehr von einander ab. Bei einigen hochpreisigen Ruten und Rollen wird das Geld oft nur von der rechten in linke Tasche gesteckt, bei anderen sind die Aufschläge den Handelsgesetzen entsprechend. Aber so ist das nunmal leider im Handel, die Summe aus allem entscheidet über Erfolg und Misserfolg.

Armin Klein:
Wie ist das überhaupt mit der Handelsspanne?

Peter Veitengruber:
Sie müsste bei vielen Artikeln deutlich höher sein! Mir wäre es auch lieber, wenn ich auf Anfragen zu Preisnachlässen wohlwollender reagieren könnte.

Armin Klein:
Wie gehst Du mit so genannten „Preisdrückern“ um?

Peter Veitengruber:
Das Handeln um den Preis ist eigentlich eine völlig legitime Sache. Aber ich möchte kein Basarverkäufer sein und wenn es unsachlich oder sogar unverschämt wird, schalte ich einfach ab.

Armin Klein:
Würdest Du gerne öfter Fischen gehen?

Peter Veitengruber:
Mir war klar, als ich den Laden öffnete, dass die Zeit, die ich mit dem Fischen verbringe, geringer wird. Sicher würde ich mich gerne öfter am Wasser rum treiben, aber im Moment gehört meine ganze Kraft dem Geschäft.

Armin Klein:
Erzähl uns was über Dein Tackle.

Peter Veitengruber:
Ich selbst bin natürlich auch Tacklefetischist. Die Versuchung immer das aktuellste und beste Tackle zu besitzen, ist auf Grund meiner Tätigkeit natürlich besonders groß. Meist kriege ich aber dann wieder die Kurve und besinne mich auf die Aussage, dass primär der Angler die Fische fängt und nicht, jedenfalls nicht ausschließlich, das Tackle.

Armin Klein:
Du hast hier eine große Auswahl an Readybaits, drehst Du trotzdem selber?

Peter Veitengruber:
Ja, da das Vertrauen in eine selbes hergestellte Murmel ungleich größer ist. Sie sind einfach individueller herzustellen. Wobei ist sagen muss, dass im Bereich der Ready-Baits schon einiges passiert ist. Qualitätsdenken der Verbraucher scheint sich langsam aber sicher durchzusetzen. Hier und da verwende ich sie aber schon, denn dadurch kann ich gewonnene Informationen gut an Kunden weitergeben.

Armin Klein:
Wie wichtig sind Repräsentanten bei den Firmen?

Peter Veitengruber:
Sehr wichtig, da sie für mich direkter Ansprechpartner bei Fragen über Produkte, Reklamationen, Verbesserungsvorschlägen und auch allgemeinen Problemen sind.

Armin Klein:
Welche Bedeutung haben Foren im Wandel der Fischerei?

Peter Veitengruber:
Hier findet ein reger Meinungsaustausch statt. Das ist ein Medium, welches uns in den Anfängen nicht zur Verfügung gestanden hat. Somit wird der Wissensstand aller Beteiligten ungleich größer, aber nur in der Theorie. Praxiswissen muss am Wasser persönlich erlangt werden. Ferner ist es eine hervorragende Plattform um Diskussionen über sinnvolles oder sinnloses Tackle zu führen. Ebenso stellen Foren eine gute Möglichkeit dar, um Aufklärungsarbeit im ganzen zu betreiben.

Armin Klein:
Was sind Deine Ziele?

Peter Veitengruber:
Monstertackle soll eine feste Einheit auf dem Markt der Angelgeräte werden. Ferner möchte ich den Geschäftsbereich Wallerfischen weiter ausbauen. Zudem werde ich mich in die Bereiche Outdoor und Boote wagen. Irgendwann später soll dann eine eigene Range folgen.

Armin Klein:
Wie können wir uns diese eigene Range von Monstertackle vorstellen? Baits, Tackle, Taschen, Stühle oder Liegen?

Peter Veitengruber:
Nun, Ideen habe ich genug und Nischen sind auch vorhanden. Die Produktentwicklung fordert aber einen recht hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand. Das ist wirklich reine Zukunftsmusik.

Armin Klein:
Wo siehst Du das Karpfenangeln in ein paar Jahren?

Peter Veitengruber:
Catch and Release wird immer ein heiß diskutiertes Thema bleiben. Vielleicht wird dieses Problem ja irgendwann über Gesetzeslücken einmal gelöst, wünschenswert wäre es. Auch die Ausweitung von immer mehr und neuen Verboten bereitet mir Sorge. Viele von ihnen wären Unnütz, wenn die Gesamtzahl der Angler besser kooperieren würde. Leider ist es so, dass Ignoranz und Eigenbrötelei solche Verbote wie Boot fahren oder Bojensetzen geradezu hervorrufen. Im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit leistet der DKAC bereits gute Arbeit. Aber leider wird diese noch viel zu wenig beachtet. Da wir aber auch über eine viel zu geringe Lobby verfügen, sehe ich hier unbedingten Nachholbedarf. Ich tue mein Eigenes bereits am Wasser und sowieso im Geschäft dazu. Der Einzug der Technik spaltet uns Karpfen- und Wallerangler in zwei Lager. Aber trotz meiner bereits oben erwähnten Grundeinstellung (Back to the roots) möchte ich manche Annehmlichkeiten, die damit verbunden sind, hier und da nicht missen. Einen wochenlangen Karpfenansitz kann ich mir ohne elektrische Bissanzeiger nicht vorstellen und ein neues Gewässer erkundige ich schneller und genauer mit dem Echolot als mit der Lotrute. Hier wird sich in der nahen Zukunft sicher noch einiges verändern.
 

Armin Klein:
Peter, ich danke Dir für dieses wirklich ausführliche Gespräch und wünsche Dir für die Zukunft alles erdenklich Gute. Die mageren Jahre werden sicher bald vorbei sein und dann wird auch Dein Geschäft rosigen Zeiten entgegensehen. Dein Konzept, schnelle und prompte Lieferung, gepaart mit intensiver Beratung zu vernünftigen Preisen, hat mich allemal überzeugt.

Kaum fünf Stunden später, völlig übersättigt mit Kaffee, Cola und Zigaretten, treten wir recht beeindruckt die Heimreise an. Immer wieder konnte ich Werner beobachten, wie er doch das ein oder andere Kleinteil beiseite legte um es am Ende zu kaufen. Tja so ist das nun mal, wir sind eben niemals komplett ausgestattet. Was gibt es dann schöneres, als sich fast den ganzen Tag in einem gut sortierten Angelladen rum zutreiben und einfach nur zu schauen, fragen, klönen und beobachten. Manchmal denke ich mir dann auch, dass er schon einen tollen Job hat, der Tackledealer, aber letztlich komme ich dann doch zur Vernunft und dem Schluss: „Schuster bleib bei deinen Leisten!“

Euer Armin Klein
Redaktion cipro.de